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Zusammenfassung:
Im Schatten der – wie wir heute wissen: vorgetäuschten – Erfolge bei der Erzeugung klonierter menschlicher Blastozysten des südkoreanischen Professors Hwang zu Beginn des Jahres 2004 hat die seit Jahren geführte Diskussion um den Status des extrakorporalen Embryos einen neuen Fokus gewonnen: Inwieweit ist die Entstehungsart – durch Befruchtung oder durch Klonen – relevant für die Statusbestimmung des menschlichen Embryos?
Diese Frage ist nur ein Aspekt des Sammelbandes, dessen Aufsätze von Vertretern aus verschiedenen Disziplinen der Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften auf Grundlage von Vorträgen verfasst wurden, die diese im Oktober 2004 auf einer Nachwuchswissenschaftlerkonferenz am Fachbereich Evangelische Theologie der Philipps-Universität in Marburg gehalten hatten. Denn anders als der Titel des Buches vermuten ließe, beschränkt sich die Diskussion in den Beiträgen nicht auf die Frage der Statusbestimmung. Diese stelle zwar das "Nadelöhr der Diskussion" dar, die ethischen Herausforderungen des "Forschungsklonens mit dem Ziel therapeutischer Anwendung" seien, wie uns die Herausgeber P. Dabrock und J. Ried in ihrer Einleitung wissen lassen, im Wesentlichen drei: die Problematik der angemessenen Sprachregelung, die mögliche Sozialpflichtigkeit der Eizellspenderinnen sowie schließlich die Frage nach dem moralischen und ontologischen Status des menschlichen Embryos.