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Burden of Proof and the Unfair Terms in Consumer Contracts Directive

MPG-Autoren
/persons/resource/persons50227

Bruder,  Florian
MPI for Comparative and International Private Law, Max Planck Society;

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Zitation

Bruder, F. (2007). Burden of Proof and the Unfair Terms in Consumer Contracts Directive. European Review of Private Law, 205-231.


Zitierlink: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-0012-110C-2
Zusammenfassung
Der Beitrag untersucht, inwieweit Regeln der Beweislast auf von EG-Richtlinien beeinflusstes materielles Recht anwendbar sind. Zwei Entscheidungen des EuGH geben Anlass zu der Frage, auf welche Weise nationales materielles und prozessuales Recht mit EG-Recht und EG-Prinzipien in Einklang gebracht werden müssen. Auf Grundlage des jeweiligen Verständnisses der Beweislast im englischen und deutschen Recht erarbeitet der Autor, wie die Regeln der Beweislast auf einzelne im Rahmen von Richtlinie 93/13 auftauchende Fragen, insbesondere auf die Prüfung der Missbräuchlichkeit von Vertragsbedingungen, anzuwenden sind. Vor dem Hintergrund des englischen Zivilverfahrens liegt der Beweislast im englischen Recht ein gegenüber dem deutschen Recht abweichender Ansatz zu Grunde. Bei diesem Ansatz ist der Anwendungsbereich der Beweislast weiter, als es das richtige Verständnis von Richtlinie 93/13 und anderen vertragsrechtlichen EG-Richtlinien voraussetzt. Der Autor vertritt deswegen die Auffassung, dass Richtlinie 93/13 eine restriktive Anwendung des englischen Verständnisses der Beweislast erfordert, so dass sich Beweislast nur auf das Vorliegen von Tatsachen bezieht, nicht aber auf die rechtliche Einordnung der Tatsachen. Die vorgeschlagene autonome Auslegung der Beweislast wird dann mit dem bestehenden Verständnis im englischen Recht verglichen, um aufzuzeigen, wie dieses mit den Anforderungen des EG-Rechts, insbesondere der aktiven Rolle der Gerichte, in Einklang gebracht werden kann.
Abstract: In this article, the author examines how the concept of burden of proof applies to substantive issues governed by EC directives. Two decisions of the European Court of Justice give rise to the question of how national substantive and procedural law must accommodate EC policy and principle. Drawing on a general understanding of the concept of burden of proof, and a specific understanding with respect to the Directive in English and German law, the author puts forward how the burden of proof should be seen as regards to issues arising from Directive 93/13, in particular on the test of unfairness. In English law the concept of burden of proof follows a different approach and applies to a wider range of issues than a proper understanding of Directive 93/13 and other EC directives concerning contract law requires. The author roposes that Directive 93/13 demands a restrictive application of national concepts of burden of proof, so that burden of proof applies only to the existence of facts but not to their legal characterization. This proposed autonomous interpretation of burden of proof is then used to guide the English existing approach so as to conform to community law’s more interventionist role for the court.