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Spatial composition of pollen-mediated gene flow in sessile oak

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Zitation

Buschbom, J., Gimmerthal, S., Kirschner, P., Michalczyk, I., Sebenn, A., Schueler, S., et al. (2012). Spatial composition of pollen-mediated gene flow in sessile oak. Forstarchiv, 83(1), 12-18. doi:10.4432/0300-4112-83-12.


Zitierlink: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-0026-BDB9-9
Zusammenfassung
Die evolutionären Konsequenzen von Genfluss werden durch die räumliche Gliederung der Herkunftsquellen und somit seine genetische Zusammensetzung bestimmt. Im durchgeführten Projekt untersuchten wir pollen-vermittelten Genfluss bei der Traubeneiche (Quercus petraea (Matt.) Liebl.) über mehrere räumliche Skalen in der fragmentierten Landschaft Norddeutschlands. Die Anwendung des mesoskaligen meteorologischen Transportmodells METRAS+Pollen ermöglichte es, bestandsinterne, regionale und überregionale Genflussfraktionen zu differenzieren und quantifizieren. Die Modellergebnisse wurden mit den Ergebnissen von mikrosatellitenbasierten Vaterschaftsanalysen in drei Eichenbeständen verglichen. Die Robustheit der Ergebnisse in Bezug auf unterschiedliche Ausmaße an Fragmentierung wurde durch Simulationen mit dem populationsgenetischen Modell EcoGeneLandscape untersucht. Bestandsinterner Genfluss dominierte das reproduktive System der Traubeneiche (METRAS+Pollen: 55 % - 87 %; Vaterschaftsanalysen: 75 % - 80 %). Regionaler Genfluss im 5 km x 5 km Fokusgebiet trug mit 9 % - 40 % den Hauptanteil am Eintrag von Fremdpollen in die Bestände bei. Überregionaler Genfluss war mit etwa 5 % niedrig, aber beständig vorhanden. Die Ergebnisse von EcoGeneLandscape zeigten, dass das Ausmaß an externem Genfluss sich nur leicht erhöhte, wenn der Anteil an Eichenfläche in der Untersuchungslandschaft von 15 % (9 % - 30 %) auf 25 % (10 % - 36 %) gesetzt wurde. Eine Reduzierung der Eichenfläche auf 5 % bewirkte kein Abreißen der reproduktiven Konnektivität zwischen den Fragmenten (4 % - 14 %). Diese Ergebnisse zeigen, dass fragmentierte Eichenbestände im Hauptverbreitungsgebiet der Traubeneiche ein reproduktives Netzwerk bilden.