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Empathischer Stress: Einflüsse von sozialer Nähe, Beobachtungsmodalität und Geschlecht

MPS-Authors
/persons/resource/persons19628

Engert,  Veronika
Department Social Neuroscience, MPI for Human Cognitive and Brain Sciences, Max Planck Society;

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Citation

Engert, V. (2015). Empathischer Stress: Einflüsse von sozialer Nähe, Beobachtungsmodalität und Geschlecht. Talk presented at Psychologie & Gehirn. Frankfurt am Main, Germany. 2015-06-04 - 2015-06-06.


Cite as: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-002B-2FF5-1
Abstract
Unabhängig davon, ob wir unmittelbar unter Stress leiden oder nicht, stellt sich die Frage, inwieweit der Stress, der uns tagtäglich umgibt, negative Auswirkungen haben kann. Wir haben untersucht, ob ein solcher „empathischer Stress“, definiert als eine Stressreaktion, die lediglich durch die Beobachtung einer unmittelbar gestressten Zielperson ausgelöst wird, tatsächlich zur Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HHNA) führt. Zusätzlich haben wir untersucht, inwieweit die Familiarität zwischen Beobachter und Zielperson (Patrner vs. Fremde), die Beobachtungsmodalität (direkt vs. virtuell) und das Geschlecht des Beobachters die empathische Stressreaktion moduliert. Probanden wurden in Dyaden gestestet und entweder mit ihrem Partner oder einem gegengeschlechtlichem Fremden gepaart. Während die Zielperson einer Dyade (n=151) einen psychosozialem Laborstressor ausgesetzt wurde, sah der Beobachter (n=211) über einen Einwegspiegel oder via Videotransmission dem Geschehen zu. Insgesamt zeigten 26% der Beobachter physiologisch relevante Anstiege des Stresshormons Cortisol. Dieser empathische Stress war in den Partner Dyaden und bei direkter Beobachtung am stärksten ausgeprägt. Dennoch zeigten sich Cortisolanstiege auch in den Fremd Dyaden und bei virtueller Beobachtung. Frauen und Männern unterschieden sich in ihrer empathischen Cortisol-Stressreaktionen nicht. Im Hinblick auf das subjektive empathische Stressempfinden fand sich jedoch eine stärkere Reaktion bei den Frauen. Das Auftreten von physiologisch relevanten empathischen Stressreaktionen, sogar bei Fremden und virtueller Beobachtungsmodalität, kann bedeutsame Implikationen für die Entstehung Stress-assoziierter Erkrankungen haben.