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Über Antamanid, XVII Synthese weiterer antitoxisch wirksamer und unwirksamer Antamanid-Varianten

MPS-Authors
/persons/resource/persons197838

Wieland,  Theodor
Max Planck Institute for Medical Research, Max Planck Society;

/persons/resource/persons206231

Birr,  Christian
Max Planck Institute for Medical Research, Max Planck Society;

/persons/resource/persons205968

Burgermeister,  Wolfgang
Max Planck Institute for Medical Research, Max Planck Society;

/persons/resource/persons206915

Trietsch,  Peter
Max Planck Institute for Medical Research, Max Planck Society;

/persons/resource/persons206917

Rohr,  Gerhard
Max Planck Institute for Medical Research, Max Planck Society;

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Citation

Wieland, T., Birr, C., Burgermeister, W., Trietsch, P., & Rohr, G. (1974). Über Antamanid, XVII Synthese weiterer antitoxisch wirksamer und unwirksamer Antamanid-Varianten. Liebigs Annalen der Chemie, 1974(1), 24-36. doi:10.1002/jlac.197419740105.


Cite as: https://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-002D-9BA9-B
Abstract
Vertauscht man im Antamanid (1) Phenylalanin Nr. 6 mit Prolin Nr. 7 oder ersetzt man Prolin Nr. 7 durch Glycin oder läßt man eines der Proline Nr. 7 oder 8 weg, so erhält man die antitoxisch unwirksamen Varianten 2, 3 und 4. Die beiden Proline in Stellung 7 und 8 sind offenbar für die richtige Molekülform des wirksamen Cyclodecapeptids entscheidend wichtig. Einbau von Glutaminsäure in Stellung 1 von 1 gibt ein Analoges 12 mit einer protektiven Dosis (PD) von 2.5 mg/kg (weiße Maus) gegen 5mg Phalloidin (PD Antamanid = 0.5 mg), was der PD des Analogen mit α-Aminobuttersäure in Stellung 1 entspricht. 12 kann als ω-carboxyliertes Abul1)-antamanid aufgefaßt werden. Das ebenso formal im Alanin Nr. 4 carboxylierte 1, Asp4-antamanid (13) besitzt mit 0.5 mg dieselbe PD wie 1. Sein L-retro-Isomeres Asp1-Val4-antamanid (16) wirkt mit einer PD ab 5 mg. Weil sich die biologische Wirksamkeit der L-retro-Form von 1, Ala1-Val4-antamanid wegen seiner extremen Schwerlöslichkeit nicht genau bestimmen läßt, wurde die Tyr6-Variante 20 synthetisiert und durch Carboxymethylierung als Salz von 22 wasserlöslich gemacht. Die PD dieses Derivats (10 mg/kg) ist höher als die früher von einem wasserlöslich gemachten Derivat des D-retro-Antamanids erhaltene PD von 2.5 mg. Der optische Antipode von 1, D-Antamanid (19) zeigt mit PD = 10 mg nur ca. 5 % der Wirksamkeit von 1. Die Abstufung der protektiven Wirkungen läßt sich aus dem mehr oder weniger guten Anpassen des Moleküls an einen hypothetischen Rezeptor der Leberzellmembran mit Hilfe von 3 Kontaktstellen verstehen.