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Massen- und Kleinkriminalität vor dem italienischen Friedensrichter : Neue Wege durch alternative Erledigungsmöglichkeiten und Sanktionsformen

MPG-Autoren
/persons/resource/persons212204

Jarvers,  Konstanze
Criminal Law, Max Planck Institute for Foreign and International Criminal Law, Max Planck Society;
Section Italy and Greece, Max Planck Institute for Foreign and International Criminal Law, Max Planck Society;

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Zitation

Jarvers, K. (2007). Massen- und Kleinkriminalität vor dem italienischen Friedensrichter: Neue Wege durch alternative Erledigungsmöglichkeiten und Sanktionsformen. Berlin: Duncker & Humblot.


Zitierlink: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-002E-481B-9
Zusammenfassung
Extrem lange Strafverfahren und häufige Freisprüche wegen zwischenzeitlich eingetretener Verjährung sind eine Folge von übervollen Schreibtischen der Richter in Italien. Abhilfe soll die 2002 eingeführte Institution des Friedensrichters in Straf­sachen schaffen, die hier erstmals in deutscher Sprache dargestellt, analysiert und bewertet wird. Dem Friedensrichter, der nun über zahlreiche Delikte der Massen- und Klein­kriminalität zu befinden hat, stehen neue Formen alternativer Verfahrenserledigung zur Verfügung. Sie sollen nicht nur das Justizsystem entlasten, sondern auch den Interessen des Opfers größtmögliche Berücksichtigung einräumen und im Idealfall zu einer Aussöhnung von Täter und Opfer führen. Unter Verzicht auf die Freiheits­strafe wurden ferner Sanktionsformen geschaffen, die im italienischen Strafrechts­system als Hauptstrafen bislang unbekannt waren. Milde und Effektivität sind die tragenden Leitlinien all dieser Neuerungen. Es soll ein "leichteres" Strafrecht geschaffen werden, das den großen Gegensatz zwischen den im italienischen Strafgesetzbuch angedrohten harten Strafen und ihrer keineswegs harten, unerträglich langsamen Anwendung überwindet. Gleichzeitig dient die neue Gerichtsbarkeit dazu, ein modernes Strafrechtssystem zu erproben. Der kritische Blick auf die italienischen Experimente kann auch für deutsche Reform­überlegungen interessante Anregungen geben.