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Einführung in das türkische Strafrecht

MPS-Authors
/persons/resource/persons212352

Tellenbach,  Silvia
Criminal Law, Max Planck Institute for Foreign and International Criminal Law, Max Planck Society;
Section Turkey, Iran, and the Arab States, Max Planck Institute for Foreign and International Criminal Law, Max Planck Society;

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S_92_Inhaltsverzeichnis.pdf
(Supplementary material), 181KB

Citation

Tellenbach, S. (2003). Einführung in das türkische Strafrecht. Freiburg i. Br.: edition iuscrim.


Cite as: http://hdl.handle.net/11858/00-001M-0000-002E-4F72-F
Abstract
Fragen des türkischen Strafrechts tauchen auch in der deutschen Rechtspraxis immer wieder auf. In Asylverfahren stellen sie sich vornehmlich in bezug auf das Staatsschutzstrafrecht. In Abschiebeverfahren ist oft das türkische internationale Strafrecht von Bedeutung, so vor allem die ne bis in idem-Problematik, insbesondere im Rauschgiftbereich. Staatsanwaltschaften und Gerichte haben mit Fällen zu tun, in denen es um die Entführung oder gar Tötung von jungen türkischen Frauen geht; auch sie legen für die Einschätzung der individuellen Täterschuld Wert auf die Kenntnis des türkischen Rechts und der türkischen Rechtspraxis. Fragen nach der Tatortstrafbarkeit treten auf, von der Fahrerflucht bis zur Doppelehe. Bisher fehlt eine Einführung, die vor allem deutschen Praktikern, aber auch sonstigen Türkei-Interessierten, allen voran den zahlreichen Jurastudenten, die aus der Türkei stammen, einen ersten Überblick über das türkische Strafrecht gibt. Das Buch soll eine kurze Darstellung des im türkischen Strafgesetzbuch enthaltenen Kernstrafrechts bieten, mit Schwerpunktsetzungen bei den Fragen, die nach der langjährigen Erfahrung der Autorin in Gutachtenanfragen besonders häufig angesprochen werden. Dabei wird vor allem auf die Rechtsprechung eingegangen, auf die Lehre erst in zweiter Linie. Im Anhang werden einige wichtige Nebenstrafgesetze sowie Bestrebungen zur Reform des Strafgesetzbuchs kurz dargestellt und die Grundzüge des Strafprozeßrechts skizziert. Literatur und Rechtsprechung wurden bis Anfang 2003 berücksichtigt, im letzten Augenblick vor dem Umbruch konnten noch die Gesetzesänderungen durch die beiden Reformpakete vom Juli 2003 eingearbeitet werden.