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Meeting Abstract

Untersuchung der Körperbildstörung bei Anorexia Nervosa mithilfe biometrischer Avatare in virtueller Realität

MPS-Authors
/persons/resource/persons214504

Mölbert,  SC
Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;
Research Group Space and Body Perception, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;

/persons/resource/persons214501

Thaler,  A
Department Human Perception, Cognition and Action, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;
Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;

/persons/resource/persons84088

Mohler,  B
Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;
Research Group Space and Body Perception, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;

/persons/resource/persons84240

Streuber,  S
Department Human Perception, Cognition and Action, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;
Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;

/persons/resource/persons214616

Black,  M
Max Planck Institute for Intelligent Systems, Max Planck Society;

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Citation

Mölbert, S., Thaler, A., Mohler, B., Streuber, S., Black, M., Karnath, H.-O., et al. (2016). Untersuchung der Körperbildstörung bei Anorexia Nervosa mithilfe biometrischer Avatare in virtueller Realität. In 24. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM 2016), 67. Tagung des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM 2016): Beziehung und Gesundheit (pp. 103-103).


Cite as: http://hdl.handle.net/21.11116/0000-0000-7D08-C
Abstract
Hintergrund: Die Körperbildstörung ist ein Kernsymptom der Anorexia Nervosa (AN). Sie gilt als Indikator für eine schlechte Prognose, als schwierig zu therapieren und besteht oft auch nach Gewichtszunahme fort. Diese Studie verwendet individuelle 3D-Avatare, um folgende Forschungsfragen näher zu untersuchen: (1) Repräsentieren AN Patientinnen körperbezogene Informationen generell anders oder ist die Körperbildstörung rein selbstbezogen? (2) Ist die Körperbildstörung eher perzeptuell oder eher durch dysfunktionale Bewertungen charakterisiert? Methoden: Untersucht werden N=20 AN-Patientinnen, N=20 remittierte AN-Patientinnen und N=20 Kontrollprobandinnen. Von jeder Teilnehmerin wird auf Basis eines 3D-Körperscans ein individueller Avatar mit 9 verschiedenen BMI-Stufen gefertigt, nämlich aktueller BMI und +/- 5, 10, 15 und 20 BMI. Um die Rolle des Selbstbezugs zu bestimmen, wird basierend auf der Figur der Teilnehmerin eine zweite Avatar-Serie mit dem Aussehen einer fremden Person erstellt. Die Avatare werden in einer virtuelle Realität- Umgebung lebensgroß und in 3D präsentiert. Das Experiment folgt einem 2x2 gemischten Design mit den Faktoren Gruppe (AN versus Kontrolle) und Avatar-Serie (eigenes versus fremdes Aussehen), wobei es zwei unterschiedliche Aufgabenformate gibt: Im 2 Alternatives Forced Choice Task sieht die Teilnehmerin jeden Avatar 20 Mal für 2 Sekunden, anschließend muss sie entscheiden, ob dies der eigene bzw. richtige oder ein manipulierter Avatar war. Im Method of Adjustment Task soll die Teilnehmerin jeden der Avatare jeweils so verändern, dass er ihrem aktuellen bzw. dem richtigen Körper entspricht und zusätzlich jeweils so, dass er ihrem idealen Körper entspricht. Zusätzlich werden Selbstwert, Körperunzufriedenheit und Essstörungspathologie detailliert erfasst. Ergebnisse: Erste Ergebnisse von N=12 AN-Patientinnen zeigen für die Avatare mit eigenem Aussehen eine klare Neigung der Patientinnen, dünnere Avatare als den eigenen zu identifizieren bzw. einzustellen. Bei Avataren mit Aussehen einer fremden Person waren die AN-Patientinnen hingegen weitgehend akkurat. Bei den N=3 Kontrollprobanden zeigt sich zwar ein ähnliches Muster, jedoch deutlich weniger ausgeprägt. Diskussion: Unsere vorläufigen Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Körperbildstörung bei AN-Patientinnen selbstbezogen und vor allem durch Bewertung charakterisiert ist und keine generell andere Wahrnehmung oder Verarbeitung von Körpern zugrunde liegt.