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Veränderung automatischer Verhaltenstendenzen bei Adipositas – Was passiert im Gehirn?

MPS-Authors
/persons/resource/persons199142

Mehl,  Nora
Department Neurology, MPI for Human Cognitive and Brain Sciences, Max Planck Society;

/persons/resource/persons198960

Morys,  Filip
Department Neurology, MPI for Human Cognitive and Brain Sciences, Max Planck Society;

/persons/resource/persons20065

Villringer,  Arno
Department Neurology, MPI for Human Cognitive and Brain Sciences, Max Planck Society;

/persons/resource/persons19734

Horstmann,  Annette
Department Neurology, MPI for Human Cognitive and Brain Sciences, Max Planck Society;

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Citation

Mehl, N., Morys, F., Villringer, A., & Horstmann, A. (2018). Veränderung automatischer Verhaltenstendenzen bei Adipositas – Was passiert im Gehirn?. Talk presented at 6. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen (DGESS). Munich, Germany. 2018-03-01 - 2018-03-03.


Cite as: https://hdl.handle.net/21.11116/0000-0001-E260-3
Abstract
Hintergrund: Essverhalten im Kontext von Adipositas ähnelt Problemverhalten bei Abhängigkeitserkrankun- gen – Betroffene haben oft Schwierigkeiten automatisches Verhalten zu inhibieren. Hierbei zeigt sich die Tendenz sich wiederholt problematischen Stimuli zuzuwenden, anstatt diese zu vermeiden. Dieser Zuwendungsbias wurde durch vorherige Forschung bereits auf Verhaltens-, nicht jedoch auf neuronaler Ebene untersucht. Mittels Annäherungs-Vermeidungs-Training (AAT) soll automatische Zuwendung zu gesunden und ungesunden Essensreizen nun verändert und untersucht werden. Methoden: 34 adipöse, ansonsten gesunde Studienteilnehmer wurden single-blind und randomisiert einem AAT-Training oder einem AAT-Plazebotraining zugeteilt. Beide Versionen wurden im fMRT-Scan- ner durchgeführt, wo die Gehirnaktivität der Studienteilnehmer während der Durchführung aufgezeichnet wurde. In der Trainingsbedingung wurden Teilnehmer implizit trainiert sich ge- sunden Essensreizen zuzuwenden und ungesunde Essensreize zu vermeiden. Während des Pla- zebotrainings wurden lediglich Zuwendungs- und Vermeidungstendenzen erfasst. Ergebnisse: Studienteilnehmer in beiden Gruppen zeigten zunächst signifikante Zuwendungstendenzen zu gesunden und ungesunden Essensreizen, und eine erhöhte Aktivität im Gyrus angularis, wenn ungesunde Essensreize vermieden werden sollten. In der Trainingsgruppe konnte die Zuwen- dung zu ungesundem Essen jedoch reduziert werden. Dies ging mit einer verminderten Aktivi- tät im Gyrus Angularis und einer erhöhten funktionellen Konnektivität zwischen dem Gyrus an- gularis und dem rechten dorsolateralen präfrontalen Kortex einher. Schlussfolgerung: AAT-Training scheint sowohl auf Verhaltens- als auch auf neuronaler Ebene Veränderungen her- vorzurufen. Dies zeigt sich vor allem in Hinblick auf die Vermeidung ungesunder Essenreize. Im Gehirn scheinen sich dabei die Aktivität und die Konnektivität von Arealen zu verändern, die bei Aufmerksamkeits-Umorientierung, Reiz-Reaktions-Konflikten und Verhaltenskontrolle eine Rolle spielen.