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Politisierung der Bürokratie

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Mayntz, R. (1983). Politisierung der Bürokratie. In H.-H. Hartwich, & Deutsche Vereinigung für Politische Wissenschaft (Eds.), Gesellschaftliche Probleme als Anstoß und Folge von Politik: Wissenschaftlicher Kongreß der DVPW 4.–7. Oktober 1982 in der Freien Universität Berlin: Tagungsbericht (pp. 475-486). Opladen: Westdeutscher Verlag.


Cite as: https://hdl.handle.net/21.11116/0000-0003-1ABD-C
Abstract
Ob von Bürokratisierung der Politik oder Politisierung der Bü-rokratie die Rede ist. in beiden Fällen geht es um das Ver-hältnis zwischen dem politischen und dem administrativen Sek-tor des politisch-administrativen Systems. Hier soll dieses Verhältnis aus der Perspektive der Ministerialbürokratie bzw. der höheren Beamten in Leitungspositionen zumal auf Bundes-ebene betrachtet werden. Dabei soll weniger die Rolle interessieren, die die Ministerialbürokratie bei der Programm-entwicklung, also im politischen Entscheidungsprozeß spielt, als vielmehr die Frage, wieweit die Ministerialbürokratie ihrerseits in wachsendem Maße unter (partei)-politischen Einfluß gerät. Was es am Ende bedeutet, daß die Ministerialbürokratie eine wichtige Rolle bei der Politikentwicklung spielt, hängt nämlich davon ab, ob sie selber nichts weiter als der verlängerte Arm der politischen Parteien ist oder nicht. Damit ist das Maß der Differenzierung zwischen politischem und administrativen Sektor angesprochen. Es ist durchaus möglich, daß die ausgeprägte strukturelle Differenzierung der beiden Rollensysteme, die sich im Laufe der letzten 200 Jahre entwickelt hat, auf der funktionellen und auf der personellen Ebene zunehmend unterlaufen wird, wodurch auch die Wirkung der strukturellen Differenzierung der beiden Sektoren für die Politikentwicklung durch eine zunehmende Verwischung der Grenzen zwischen ihnen wieder aufgehoben würde.