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Meeting Abstract

Nervenfaserdarstellung mittels Polarisationsmikroskopie

MPS-Authors
/persons/resource/persons84187

Scheffler,  K
Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;
Department High-Field Magnetic Resonance, Max Planck Institute for Biological Cybernetics, Max Planck Society;

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Citation

Krüger, O., Ethofer, T., Shi, L., Bender, B., Ernemann, U., & Scheffler, K. (2017). Nervenfaserdarstellung mittels Polarisationsmikroskopie. Clinical Neuroradiology, 27(Supplement 1): 218, S83.


Cite as: http://hdl.handle.net/21.11116/0000-0003-6001-F
Abstract
Einleitung: Kenntnisse über Nervenfaserverläufe innerhalb des ZNS spielen eine bedeutende Rolle in Forschung und Klinik. Um die Plausibilität mittels MRT dargestellter Faserbahnen zu überprüfen, bedarf es einer umfassenden Referenzdarstellung des Konnektoms. Hierzu kann die ex-vivo-Darstellung von Nervenfasern mittels Polarisationsmikroskopie beitragen, welche sich die optisch doppelbrechenden Eigenschaften der Myelinumhüllungen zunutze macht. Methodik: Geplant ist die Untersuchung von Gewebe aus 5 menschlichen Gehirnen (10 Hemisphären). Dieses wird in Formalin fixiert, in Sucroselösung (50 %) gefriergeschützt und in 100 μm dünne Schichten geschnitten. Die Schnitte werden nativ in einem Mikroskop mit drehbarem Polarimeter untersucht, d. h. die Intensität des transmittierten Lichts unter verschiedenen Polarisationswinkeln hochaufgelöst aufgezeichnet. Aus Phase und Amplitude des Intensitätsverlaufs werden der Verlauf von Fasern innerhalb der gemessenen Schicht sowie ihre Neigung (Inklination) abgeschätzt. Resultate: In ersten Messungen konnten Fasern innerhalb des Caput nuclei caudati dargestellt werden. Diese weisen einen überwiegend rostrocaudalen Verlauf auf, wobei sich bereits intraindividuell Asymmetrien zeigen. Diskussion: Die mit der vorgestellten Methode ermittelten Ergebnisse erlauben qualitative Darstellungen sowie quantitative Abschätzungen dreidimensionaler Faserverläufe innerhalb der untersuchten Gewebeschnitte. Die Methode eignet sich somit einerseits zur Überprüfung umschriebener Fragestellungen, andererseits birgt sie das Potenzial zur Entwicklung automatisierter Verfahren zur Verfolgung von Nervenbahnen über längere Strecken und über viele Schichten hinweg.