Abstract
Die Klassifizierung mit Hilfe einer monothetischen Teilung von Gruppen, die jeweils vom Zentralbaum und seinen 10 nahesten Nachbarn gebildet werden, bis zu einer Stufe bei der eine weitere Teilung weniger als 3 % Informationsminderung bringt, hat Straten ergeben, die offenbar gleichzeitig
standort- und phasenbedingte Variationen der floristischen und geometrischen Bestandesstruktur ausdrücken. Die Auswirkung des Standorts wiegt vor, wenn der Mindestdurchmesser und die Fläche groß
sind, die der Phase, wenn beide relativ klein sind. Die ersten Ergebnisse einer orientierenden Auswertung deuten an, daß das Volumen des belaubten Kronendaches weniger variiert als die aerodynamische Oberflächenrauhigkeit, die Bestandesgrundfläche, das Baumvolumen, die Artenanzahl und die Artendiversität je Quadrat (10 x 10 m). Es ist möglich, daß dies ein bedeutendes Merkmal der Anpassung an die Bedingungen der durch einen kritischen Wasser- und Nährstoffhaushalt gekennzeichneten Standorte ist.
Die Varianz der Artenzusammensetzung und der Struktur des Kronendaches ist eng gekoppelt mit Veränderungen des Strahlungshaushaltes, der Temperatur und Luftfeuchte im Bestandesinneren. Hingegen
konnten Zusammenhänge mit den Bestandesniederschlagshöhen nicht nachgewiesen werden.