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Ökologischer Einfluß von Tsetsefliegenbekämpfung mit Dieldrin im Hochland von Adamaoua (Kamerun)

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Müller, P., Nagel, P., & Flacke, W. (1980). Ökologischer Einfluß von Tsetsefliegenbekämpfung mit Dieldrin im Hochland von Adamaoua (Kamerun). Amazoniana: Limnologia et Oecologia Regionalis Systematis Fluminis Amazonas, 7(1), 31-48.


Cite as: https://hdl.handle.net/21.11116/0000-0004-6A20-1
Abstract
1. In Adamaoua werden einmalig mindestens 10 % der gesamten oberirdischen Biomasse der Evertebraten vernichtet, um eine Art, den Krankheitsüberträger Glossina morsitans submorsitans, auszurotten.
2. Die Arthropodenfauna der Bodenoberfläche im Galeriewald als Gesamtheit zeigt auch ein Jahr nach der Applikation noch eine signifikante lndividuenabundanzreduktion, was im Zusammenhang mit den Diversitätsanalysen auf eine Schwächung der Stabilität der Zönose gegenüber äußeren Einflüssen
schließen läßt. Dagegen zeigen die Diversitätswerte gleichzeitig Ergebnisse, die eine vollständige Restaurierung der Eigenstabitität der Lebensgemeinschaft indizieren.
3. Phytophage Insekten der Kraut- und Laubschicht des Galeriewaldes (als Beispiel wurden die Macroheteroceren vorgestellt) machen deutlich, daß einzelne Biozönosen durch die Dieldrin-Applikation instabil werden, was sich u. a. in der Verminderung des Diversitätswertes ausdrückt. Einzelne Arten
werden durch das Pestizid im Applikationsgebiet vernichtet.
4. Die Dieldrin-Applikation hatte auf die Häufigkeit der erfaßten Fische keinen Einfluß. Auch beim Macrobenthos konnte kein negativer Effekt des Pestizids nachgewiesen werden. Dagegen werden die Wasserläufer (Amphicorisae) und Taumelkäfer (Gyrinidae) nachhaltig in ihrer Abundanz reduziert.
5. Bei Vertebraten konnte nach dem Insektizideinsatz keine akute Mortalität festgestellt werden.