Abstract
Nach einer einleitenden Betrachtung ü}ber bislang bekannte Streufunktionen des Meerwassers wird {ü}ber die Ausmessung der Streufunktion und der Polarisation von einigen gesch{ö}pften Proben aus der Beltsee berichtet. Im Bereich einer Tr{ü}bungsschicht wird eine Verflachung der Streufunktion gefunden. Die Polarisation nimmt mit zunehmender Tr{ü}bung ab und ist im Spektralbereich bei 700 nm immer kleiner als bei 400 nm. Die Streufunktion zeigt eine deutliche Farbdispersion, die bei klarem Wasser auf eine vorherrschende Teilchengr{ö}ße von 0,5 u bis 1,5 u schließen l{ä}ßt; d. h. diese Teilchengr{ö}ße tritt h{ä}ufiger auf, als nach einem Potenzgesetz zu erwarten w{ä}re. Der Verlauf der Polarisation weicht bei klarem Wasser nur wenig von dem um einen konstanten Faktor verminderten Gang der Polarisation chemisch reinen Wassers ab. Bei gr{ö}ßerer Tr{ü}bung treten bei kleinen Streuwinkeln aber Abweichungen von diesem Verhalten auf. Bei klarem Wasser ist die {Ä}nderung der Polarisation mit dem Streuwinkel nahezu unabh{ä}ngig von der Wellenl{ä}nge. In getr{übten Schichten ist dagegen eine deutliche Dispersion der Polarisation zu beobachten.