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Angaben zum Dokument
Untersuchung der Claudin-Proteinfamilie in Drosophila [Originaltitel]

Analysis of the Claudin protein family in Drosophila [Übersetzung]

Autor:Gerlach, Nina
Institut / Seminar:Institut für Biochemie und Biotechnologie
Mentor:Arnold, Prof. Dr.
Fakultät:02 - Lebenswissenschaften
Datum:verteidigt am : 2006-06-30, erzeugt am : 2006-09-06
Eingestellt am:2006-09-06
 
Dokumente:
Dataobject from DocPortal_document_00012308
NinaGerlach.pdf (167829 kB)    ZIP Archiv   Details>>
 
Sachgebiet:572 Biochemie
Typ:Dissertation
Sprache:deutsch
 
Kurzfassung:Epithelien sind Zellschichten, die die Funktion haben, Körperkompartimente abzugrenzen. Dabei müssen die Zellzwischenräume abgedichtet werden, so dass eine Diffusion von Molekülen über das Epithel nur kontrolliert erfolgen kann (transepitheliale Barriere). Diese Aufgabe wird in Wirbeltieren von den Tight junctions erfüllt, deren wichtigster struktureller und funktioneller Bestandteil eine Gruppe von Transmembranproteinen ist, die Claudine heißen. In Arthropoden wie der Taufliege Drosophila melanogaster gibt es zu den Tight junctions analoge Strukturen, die Septate junctions, die sich strukturell, aber nicht funktionell von den Tight junctions unterscheiden. Auch in Drosophila sind Claudine an der Ausbildung der parazellulären Barriere beteiligt und sind Bestandteile der Septate junctions. Ausgehend von der Proteinstruktur eines dieser Claudine, von Megatrachea (Mega), wurden in Datenbanksuchen fünf neue potentielle Claudingene identifiziert und charakterisiert. Die Untersuchung eines dieser Proteine, Sesam, ergab, dass es sich um eine essentielle Komponente der Septate junctions handelt. RNA-Interferenz-Experimente zeigen, dass Sesam eine essenzielle Funktion in epithelialen Geweben besitzt und deshalb neben Mega ein wichtiger Baustein der Septate junctions ist. Die Analyse eines weiteren Proteins, Ali baba genannt, ergab, dass es sich bei diesem Protein nicht um eine Komponente der Septate junctions, sondern um einen Bestandteil der Adherens junctions handelt. Die Untersuchung von ali-Mutanten ergab, dass Ali kein essenzieller Bestandteil der Adherens junctions ist. Aufgrund von genetischen Untersuchen kann angenommen werden, dass Ali eine modulierende Funktion für die Adhäsion hat. In vivo-Analysen von Mega, für die zunächst der mega-mutante Phänotyp mit Hilfe eines genomischen Konstrukts gerettet wurde, zeigten, dass der C-terminale cytoplasmatische Teil von Mega eine wichtige Funktion für die transepitheliale Barriere und die Morphologie der Tracheenäste besitzt.
Umfang:137 Seiten
 
Zitierfähige URL:http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00012308
URN (NBN):urn:nbn:de:gbv:084-10558


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